Der Rubicon-Trail: Das Mekka der Offroad-Szene

Die härteste Offroad-Strecke der Welt

Was für Sportwagen-Fahrer die Nürburgring-Nordschleife ist, ist für Offroad-Freaks der Rubicon Trail im US-Bundesstaat Kalifornien. Der unwegsame Pfad diente im 19. Jahrhundert Pferdekutschen als Postweg zwischen dem Lake Tahoe und der kalifornischen Kleinstadt Georgetown. In den 1950er Jahren wurde der Trail von der Offroad-Szene für sich entdeckt. Seitdem gilt der Rubicon Trail als härteste Offroad-Strecke weltweit – und als Mekka für 4×4-Fahrer.

Einer, der den Rubicon Trail gemeistert hat, ist Nico Garcia Vogel von unserem Partner 4×4 Proyect aus Spanien. „Der Rubicon Trail ist wirklich spektakulär, aber nichts für Anfänger. Denn das Gelände ist gespickt mit Steinen und Felsen die größer sind als die Autos selber. Pannen und abgerissene Achsen, Kardanwellen, eingedellte Türen etc. gehören hier zum Tagesgeschäft“, erzählt Nico. Nicht umsonst lautet eine alte Rubicon-Regel: Fahre niemals alleine. Denn wer mit anderen fährt, kann immerhin auf Hilfe hoffen.

Die Anforderungen, die an Mensch und Material gestellt werden, sind also enorm. Nico: „Das gesamte Fahrzeug wird extrem beansprucht, vor allem Fahrwerk und Antriebsstrang. Selbst mit Extremumbauten schafft man es kaum, ständig alle Räder auf dem Boden zu halten.“ Normale Geländewagen haben keine Chance, die felsigen Passagen unbeschadet zu überstehen.

Die Unerschrockenen, die den Rubicon Trail bezwingen wollen, reisen mit optimiertem 4×4-Gerät an. Manövrieren sich wie in Zeitlupe, Zentimeter um Zentimeter über die riesigen Felsen und tiefen Furchen. „Der Rubicon Trail ist „nur“ 30 bis 40 km lang aber in unter zwei Tagen eigentlich nicht zu meistern.  Zwischendurch gibt es keinen Ausstieg. Wer einmal anfängt, muss da auch durch“, schmunzelt Nico.

So wie er selbst. Dabei ist Nicos Jeep Wrangler TJ keiner der zahlreichen Hardcore-Umbauten am Trail. „Mein Jeep ist kein extremes Rock Crawling Auto, eher ein guter Allrounder mit vergleichsweise überschaubaren Federwegen von 30 Zentimetern“, so Nico. Eine zentrale Rolle kommt wie so oft dem Fahrwerk zu. Die Wahl fiel, wie bei den von 4×4 Proyect optimierten Geländewagen üblich, auf BILSTEIN. Nico ist überzeugt: „Ein guter Stoßdämpfer macht einen brutalen Unterschied“.

Einen Unterschied, den man von außen nicht zwangsläufig erkennen muss, wie Nico zu berichten weiß: „Die Autos der Amerikaner sind oft extrem modifiziert.  So sehr, dass mich eine ältere Dame fragte, was ich auf dem Rubicon Trail mit einem unmodifizierten Jeep zu suchen habe“, lacht Nico.

„Ich habe das Auto ja nicht auf einem Hänger dorthin als Spielzeug hingebracht. Es war mein einziges Fahrzeug, mit dem ich 4000 Kilometer quer durch die USA gereist bin. Und ich brauchte es zur Weiterreise, weil es eine Woche später im Container zurück nach Europa verschifft wurde. Eine Panne wäre also keine Option gewesen“.

Ein guter Co-Pilot ist unerlässlich, weiß Nico: „Was unter dem Auto ist, also die Steine, die Schäden anrichten können, sieht man als Fahrer nicht. Der Co-Pilot muss also ständig aussteigen, einwinken, und anweisen. Der Fahrer dagegen muss, und das ist der schwierigste Part, mitunter blind vertrauen.“

Wie gut Nicos Setup funktionierte, zeigt sich auch daran: Während andere Offroader nicht ohne Blessuren die Fahrt über den Rubicon Trail überstehen, meisterte Nicos Jeep Wrangler den legendären Pfad nahezu unbeschadet. Einzig ein kleiner Kratzer an der Stoßstange kündet von drei Tagen Hardcore-Offroad-Einsatz am Rubicon Trail.

Bilstein Newsletter

Keine brandheißen Nachrichten verpassen! Der BILSTEIN-Newsletter bringt Ihnen spannende Storys aus unseren Themenwelten bequem in Ihren Posteingang.