Klaus Zygar über die Faszination Formel-Rennwagen

Immer am Limit – „immer auf BILSTEIN“

Im Straßenverkehr ist Klaus Zygar ein durchaus zurückhaltender, umsichtig und defensiv agierender Mensch. Klaus Zygar fährt sogar so vorsichtig, dass sich die Deutsche Verkehrswacht genötigt sah, ihn für 45 Jahre unfallfreies Fahren zu ehren. Doch wenn es auf die Rennstrecke geht, bläst der Rosenheimer zur Attacke.

Bereits seit 1977 ist Klaus im Motorsport unterwegs. Zunächst pilotierte er einen Opel Manta A bei diversen Tourenwagen-Rennen. Doch seine wahre Leidenschaft sollten Formel-Rennwagen werden. Für seine Passion opferte der Monoposto-Fan viel Freizeit und vermutlich noch mehr Geld: „In der Formel V habe ich meine größten Erfolge gefeiert. Ich habe zu der Zeit in Indien gearbeitet und bin für die Rennen regelmäßig nach Hause geflogen“, erinnert sich Klaus. Zahlreiche Pokale künden vom Erfolg sowohl bei Bergrennen als auch auf der Rundstrecke: Bayerischer Meister, Südbayerischer ADAC Bergmeister, Vizemeister im Deutschen Formel V 1300 Rundstreckenpokal, die Liste ist lang.

Der Motorsport hat den top-fitten Kraft- und Kampfsportler, nie losgelassen: Auch heute noch bestreitet der Mittsechziger regelmäßig Rennen und Gleichmäßigkeitsprüfungen mit seinen Autos. Und Klaus mag es immer noch am liebsten extrem: Zum Fuhrpark gehören unter anderem ein Formel V Zagk 13/8 mit 135 PS und ein Van Diemen Kawasaki mit 210 PS und einem geradezu wahnwitzigen Leistungsgewicht von 2,05 kg/PS. Den 320 PS starken, zum Rennwagen umgebauten Porsche 928 S4, fährt meistens Sohnemann Alain.

Warum Klaus im, mit Verlaub, fortgeschrittenen Alter immer noch das schweißtreibende Risiko eingeht, seine pfeilschnellen und extrem agilen Formel-Renner am Limit zu bewegen? – „Ich habe mich immer mit diesen Fahrzeugen identifiziert. Zweifellos existiert ein großer Unterschied zwischen Tourenwagenfahren und Formelfahren. Du hast keine Knautschzonen und mit den offenen Rädern  besteht immer ein gewisses Risiko, gerade bei der Berührung mit anderen“, räumt Klaus ein. „Aber diese spezielle Mensch-Maschine-Beziehung hat mich immer fasziniert. Die Geschwindigkeiten und Beschleunigungen sind schon eine Hausnummer“. Um die Performance auf die Straße zu bringen, braucht es ein Top-Fahrwerk. Das bestätigt auch Klaus: „Das A und O im Motorsport ist immer das Fahrwerk. Gerade bei einem Formel-Auto“.

„Schon seit den 80er Jahren fahre ich auf BILSTEIN. Beim Formel V war immer BILSTEIN drin. Bei jedem Auto, wo immer es geht, versuchen wir BILSTEIN reinzupacken. Ich vertraue einfach den Produkten“, erklärt Klaus.

So auch beim Van Diemen, dem Formel-Auto mit dem 1000-ccm-210-PS-Motor. „Der Van Diemen war anfangs extrem nervös, und am Limit kaum beherrschbar“, erzählt Klaus. „Wir haben das Fahrwerk komplett neu eingestellt, und gemeinsam mit BILSTEIN neue Stoßdämpfer auf meinen Fahrstil und das Fahrzeug angepasst“.

Das funktionierte sofort: Beim tschechischen Lauf zum „FIA international Hill Climb Cup“ 2019 hatte der Rosenheimer bis 1600 ccm genannt – und die Konkurrenz in der Klasse sicher im Griff.