Mercedes-AMG Team HRT mit zwei Top-10 beim härtesten Rennen der Welt

24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring 2020

Das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring hat am Wochenende wieder eindrucksvoll gezeigt, warum der Eifel-Klassiker in der Grünen Hölle ohne Zweifel den Status des härtesten Rennens der Welt für sich proklamieren darf. Denn die Eifel zeigte sich einmal mehr von ihrer weniger einladenden Seite: Die Temperaturen waren pünktlich zum Rennstart auf 8°C gefallen. Und zogen zunächst nur Nebelschwaden über die GP-Strecke und die Nordschleife hatte es sich am Samstagnachmittag dann regelrecht eingeregnet.

Bei schwierigsten Bedingungen gingen trotzdem fast 100 Fahrzeuge an den Start. Zahlreiche Teams wurden Opfer der herausfordernden Rahmenbedingungen und mussten vorzeitig die Segel streichen. Darunter die Startnummer 4, einer der drei werksunterstützten Mercedes-AMG GT3 des von BILSTEIN unterstützten Haupt Racing Teams.

Dabei begann das Rennwochenende für den Mercedes-AMG GT3 mit Adam Christodoulou, Maro Engel, Luca Stolz und Manuel Metzger so vielversprechend. Maro Engel war komplett on fire und sicherte sich am Freitag die Glickenhaus-Trophäe für die schnellste Zeit im Qualifying: Der Nordschleifen-Spezialist hatte mit einer 8:57.884 die mit Abstand beste Rundenzeit in den feuchten Nordschleifen-Asphalt geknallt – ein echtes Ausrufezeichen. „Es hat riesigen Spaß gemacht“, so Maro Engel über seine schnelle Runde im mit BILSTEIN EVO RT Stoßdämpfern ausgerüsteten GT3. „Die Runde war auf jeden Fall alles was ging!“

Der Mercedes-AMG GT3 mit der Startnummer 2 war auch eines der spektakulärsten Fahrzeuge im Feld: „Mit dem Rennwagen in den bekannten BILSTEIN Farben wollen wir ein Zeichen für den richtigen Umgang mit dem Coronavirus setzen. Dazu gehört einfach das Tragen von Masken und ein Mindestabstand von anderthalb Metern, um sich selbst und andere zu schützen“, so Timo Krutoff, CFO der thyssenkrupp Bilstein GmbH.

Weniger Glück hatte die Startnummer 2. Yelmer Buurmann flog im zweiten Nacht-Qualifying im Schwedenkreuz bei feuchter Strecke ab und beschädigte seinen Mercedes erheblich. Das Team besorgte sich das Chassis eines Testfahrzeugs aus der AMG-Zentrale in Affalterbach und schaffte es, den Mercedes-AMG GT3 mit der Startnummer 2 bis zum Start des Top-Qualifyings zu reparieren. Lohn war ein Platz unter den besten 20 im Top-Qualifying für den Mercedes in BILSTEIN Farben.

Die ersten Stunden des Rennens beherrschten an einem kalten und nassen Samstagnachmittag der GetSpeed Mercedes AMG GT3 mit der Startnummer 9 und der Mercedes mit der Startnummer 4 vom Mercedes AMG Team HRT. Nachdem sich das Wetter am frühen Abend etwas beruhigt hatte, war der Regen um kurz nach 20 Uhr wieder zurück. Auf der Rennstrecke mussten die Piloten jetzt Dunkelheit, Regen, Gischt, Nebel und Kälte trotzen. Hammerharte Bedingungen auf der gefährlichsten Rennstrecke der Welt.

Um 20.24 Uhr meldete der Ticker dann den Ausfall der Startnummer 4! Mit fast zwei Minuten Vorsprung in Führung liegend, schlug der HRT-Mercedes-AMG mit Manuel Metzger am Lenkrad ausgangs Schwalbenschwanz auf extrem rutschigem Asphalt in die Leitplanke. Das Aus für die Favoriten auf den Gesamtsieg. Keine zwei Stunden später fiel der nächste Gesamtführende aus: Der Mercedes-AMG GT3 mit der Startnummer 9 strandete im Streckenabschnitt Kallenhard. Gegen 22.30 Uhr hatte die Rennleitung genug gesehen: Weil jetzt zu viel Wasser auf der Strecke stand, wurde das Rennen abgebrochen und erst am nächsten Morgen erneut gestartet.

An der Spitze entwickelte sich am Sonntagvormittag ein Dreikampf zwischen dem Audi R8 mit der Startnummer 3 und den BMW M6 mit den Startnummern 99 und 42 – mit dem glücklichen Ende für Alexander Sims, Nicky Catsburg und Nick Yelloly im BMW M6 mit der Startnummer 99: Nach insgesamt 85 Runden holte die M6-Besatzung schließlich den Gesamtsieg.

Die beiden verbliebenen Mercedes-AMG GT3 des Haupt Racing Teams gaben nach dem Re-Start alles und kämpften sich Platz um Platz nach vorne. Von Platz 19 gestartet, konnte der Mercedes-AMG GT3 mit Patrick Assenheimer, Dominik Baumann, Dirk Müller und Maro Engel auf Rang acht im Gesamtklassement fahren. Der Mercedes in BILSTEIN Farben konnte ebenfalls elf Plätze gut machen: Hubert Haupt, Yelmer Burrman, Nico Bastian und Philip Ellis enterten die Top 10 auf Platz neun.

Auch in den Klassen überzeugten die von BILSTEIN unterstützten Teams mit starken Leistungen. In der Klasse SP 8T fuhr der Mercedes-AMG GT4 von Black Falcon Team Textar auf den zweiten Platz (Gesamtrang 21). Einen Klassensieg holte das Team Black Falcon Team Identica im Porsche 911 GT3 Cup MR in der SP-Pro-Klasse. Und in der Klasse V2T holte Team Avia Sorg Rennsport die Plätze zwei und fünf.