Streusalz und Winterwetter setzen auch dem Fahrwerk zu

Wir empfehlen: Dämpfer beim Räderwechsel oder alle 20.000 Kilometer checken lassen

Rostschäden an der Karosserie werden dank guter Vorsorge immer seltener. Doch Korrosion setzt nicht nur den sichtbaren Blechpartien zu. Gerade am Unterboden, der im Winter Streusalz, Nässe und Steinschlag direkt ausgesetzt ist, drohen Schäden. Diese können oft lange unbemerkt bleiben und greifen insbesondere das Fahrwerk an. Wer auf der sicheren Seite sein möchte, sollte seine Stoßdämpfer deshalb mindestens alle 20.000 Kilometer vom Profi prüfen lassen. Autofahrer, die dies im Rahmen des saisonalen Reifenwechsels oder eines Frühjahrs-Checks gleich mit überprüfen lassen, haben kaum zusätzlichen Aufwand und die Kosten sind meist überschaubar.

Wie fast alle Metallteile können die Stoßdämpfer rosten, dabei undicht werden, und somit an Stabilität verlieren. Daneben leiden aber auch Staubschutzrohre, Anschlagpuffer, Gummimanschetten und Kunststoffelemente. Sie können durch extreme Temperaturen und Frostbildung spröde, porös oder rissig werden. Zwar sind moderne Komponenten wesentlich besser geschützt als noch vor einigen Jahren, doch dafür nimmt das Durchschnittsalter der Fahrzeuge zu und beträgt mittlerweile 9,3 Jahre. Diese Entwicklung begünstigt natürlich auch den üblichen Verschleiß, da viele Autofahrer ihre Stoßdämpfer selten bis nie überprüfen lassen und die regelmäßige Hauptuntersuchung hier kaum Anhaltspunkte liefert.

Mit der Zeit „braut“ sich so im Auto eine unerkannte Gefahr zusammen: Bei Kurvenfahrten oder Ausweichmanövern steigt das Risiko, dass das Fahrzeug ausbricht, weil die Reifen schnell an Bodenhaftung verlieren. Zudem verlängert sich der Bremsweg um bis zu 20 Prozent und das Aquaplaning-Risiko steigt. ABS und ESP können diesen Effekt nur bedingt kompensieren, da ihre Wirksamkeit durch stark verschlissene Stoßdämpfer erheblich gemindert wird.